Bericht zur Jahreshauptversammlung 2018

12. Januar 2018
Verein

Walleshausen beschafft Defibrillator
Feuerwehr will aus Eigeninitiative Leben retten

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Walleshausen war der Elisabethraum im Feuerwehrhaus bis auf den letzten Platz gefüllt. Vorstand Andreas Eppli errechnete 84 % Anwesenheit der aktiven Mannschaft, was auf ein hohes Interesse und Identifikation mit der Feuerwehr rückschließen lässt. Vor seinem Bericht dankte Eppli Allen für die gute Zusammenarbeit. Im Vorstandsbericht wurde wieder ein Zuwachs auf insgesamt 169 Mitglieder registriert. 110 Zugriffe pro Tag auf die Homepage und 485 Abonnenten auf Facebook ist das Ergebnis für eine aktuelle und präsente Berichterstattung im Internet. Dafür erhielt Alexander Auerbeck für die Pflege der Medien besonderen Dank. Da die Paartalhalle seit 2017 für Veranstaltungen nicht nutzbar ist, musste die Feuerwehr wieder kreativ sein. Mit einem Sommernachtsfest konnte die Wehr im Juni wieder das Dorfgemeinschaft beleben und die Vereinskasse stärken.

Zum Jahreswechsel zählte Kommandant Egon Grandl jun. 54 aktive Feuerwehrfrauen und Männer. In 33 Einsätzen leisteten die Floriansjünger 427 Stunden, hinzu kamen 1222 Stunden in 15 Übungen, 124 Stunden in Lehrgängen und 12 Stunden für die Leistungsabzeichen. Stolze 1785 Gesamtstunden summierte Grandl, was einen Schnitt von 37 Stunden pro Feuerwehrmann bedeutet. Besonders die realistische Übungsdarstellung lobte der Kommandant. Er bedanke sich bei der Gemeinde, die vergangenes Jahr neue Schutzanzüge der Fa. Consultiv für alle Atemschutzgeräteträger beschaffte.

Aus Eigeninitiative wollen die Frauen und Männer der Wehr einen Automatischen Externen Defibrillator (AED) beschaffen. Dafür sammelten sie bei den Gewerbetreibenden Walleshauser Spenden für das Gerät. Stolze 5900 € verbuchte Grandl in seinem Bericht. Da es keine Pflichtaufgabe ist, will die Feuerwehr die Gemeinde nicht belasten und das Gerät, sowie den Unterhalt aus den Spenden finanzieren und kann in Zukunft frühzeitig bei einem Herzstillstand die nötigen Maßnahmen einleiten. Auch der 2. Bürgermeister Sedlmayr lobte dieses Engagement für die Bürger, über das gewöhnliche Maß hinaus dem Nächsten zu helfen.

Jugendwart Alexander Auerbeck präsentierte die Jugendarbeit von 2017. Die 11 Jugendlichen (7 Walleshauser) leisteten 602 Übungsstunden in 32 Übungen, das einen persönlichen Schnitt von 86 Stunden pro Jugendlichen ergibt. Da alle Jugendlichen aus der Gemeinde im November den Wissenstest und die MTA-Ausbildung mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben, werden sie in die aktive Mannschaft aufgenommen.

Auerbeck bedankte sich bei seinen Helfern und übergab das Jugendwart-Amt an Raphael Kohlberger. Dieser werde eine neue Ausbildertruppe zusammenstellen. „Wir werden ihn in der Jugendarbeit gerne unterstützen wenn er uns braucht“, versprach Auerbeck. Robert Sedlmayr überbrachte Dank und Anerkennung von Seiten der Gemeinde. Er ist froh, dass es in Walleshausen eine so schlagkräftige Feuerwehr gibt. Selbst am Vormittag unter der Woche rücken mindestens 7 Mann aus.

Die Kreisbrandinspektion wurde von Alfons Düringer vertreten, der extra aus Pflugdorf anreiste. Auch er war begeistert und lobte die Walleshauser für ihre Leistungen. Nur durch eine gute Führung und Ausbildung kann eine Wehr heutzutage leistungsfähig sein. Düringer hob hervor, dass es vorbildlich sei, 30 Atemschutzgeräteträger in den Reihen zu haben. Nicht viele Feuerwehren im Landkreis können das vorweisen. Anschließend ehrte der Kreisbrandmeister Christian Neumair und Manfred Donderer für 25 Jahre aktiven Dienst. Für Josef Widmann und Johann Höß war es ein besonderer Moment für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt zu werden. Zu ihrer Auszeichnung bekamen sie noch einen Aufenthalt in Bayrisch Gmain von der Inspektion dazu. Die Gemeinde Geltendorf zeigte sich erkenntlich und übernimmt die Kosten für die Begleitperson. Johann Mutter bekam ein Geschenk für 30 Jahre Fahnenbegleiter.

Josef Lichtenstern und Josef Bernhard wurden für ihre langjährige Tätigkeit in der Vorstandschaft und ihre Verdienste um die Feuerwehr von Andreas Eppli mit einer Urkunde zum Ehrenmitglied ernannt. Nachdem einige Mitglieder von Grandl für ihre Leistungen befördert wurden, beendete Vorstand Eppli die Sitzung mit den Worten: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.